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23.09.2014, 16:51 Uhr | www.merzig.de
Kreisstadt Merzig optimiert Konzeption für den 3. Bauabschnitt im Wolfspark
Als die „Stadt der Wölfe“ ist Merzig weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit der Unterstützung des Landes im Rahmen der Tourismusförderung konnte das Forschungswerk von Werner Freund, das er bereits 1972 begann und bis zu seinem Tod unermüdlich fortsetzte, bisher in zwei Bauabschnitten baulich erweitert und erheblich touristisch in Wert gesetzt werden.
„Die im dritten und letzten Bauschnitt vorgesehenen Maßnahmen haben wir zu Beginn des Jahres im Rahmen einer Optimierung des Gesamtprojektes auch mit dem Ziel, Einsparungen zu erzielen, überprüft“, erklärte Bürgermeister Marcus Hoffeld im Rahmen eines Pressegesprächs. Hierbei sei berücksichtigt worden, dass in Abstimmung mit dem Zuschussgeber zunächst auf die Erhebung eines allgemeinen Eintritts verzichtet werden kann. „Dadurch ist gewährleistet, dass der Bereich des Wolfsparks uneingeschränkt für Naherholungssuchende und auch für die Besucher des Premiumwanderweges „Wolfsweg“ zugänglich bleibt“, informierte Hoffeld und betonte: „Erfreulicher Weise führen diese Änderungen, trotz des hohen Einsparpotentials, zur Verbesserung des touristischen Angebotes, da die jetzt vorgesehenen Investitionen und Optimierungen zur weiteren Attraktivitätssteigerung beitragen.“ So werden nach Auskunft des Bürgermeisters eine überdachte, barrierefreie Zuschauerbühne und zusätzliche Verweilmöglichkeiten angeboten. Weiterhin sei der Bau eines Personalraums vorgesehen.

Das neue Konzept umfasst ein Gesamtkostenvolumen von rd. 1,148 Mio. € und führt somit zu einer Ausgabenreduzierung in Höhe von rund 332.000 € im Vergleich zur ursprünglichen Planung.

Hoffeld stellte die Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung im Detail vor. So sei anstelle eines großen Gastronomiegebäudes die Errichtung eines etwas kleineren Eingangsgebäudes vorgesehen, mit der Option einer evtl. Erweiterung, Durch die Auslage von Flyern sowie Informationsmaterial und den Verkauf von Souvenirartikeln dient das Gebäude als Tourist-Information vor Ort. Das nunmehr geplante Eingangsgebäude senke die Kosten von ursprünglich 230.000 auf jetzt 128.000 €, erläuterte Hoffeld.

Die Errichtung des Außenzauns ist weiterhin zur Erfüllung der Sicherheitsauflagen unverzichtbar und befindet sich derzeit im Bau. Gegenüber der ursprünglichen Planung ist am Nordausgang ein weiteres Drehkreuz vorgesehen, um eine Rückverlegung des Premiumweges „Wolfsweg“ durch den Wolfspark zu ermöglichen und die Attraktivität dieses Weges weiter zu steigern. Dadurch erhöhen sich die Kosten an dieser Stelle gegenüber der ursprünglichen Planung von 568.000 auf jetzt 626.000 €.

Im Hinblick auf die Zuwegung und den Parkplatz vor dem Wolfspark umfasste die ursprüngliche, sehr umfangreiche Neuplanung bei einem Kostenvolumen von ca. 670.000 € die komplette Erneuerung des Untergrundausbaus sowie drei Buswartehallen. Sie wird durch eine solide Optimierung der bestehenden Park- und Zufahrtsituation ersetzt. Das neue Konzept beschränkt sich daher zunächst darauf, den laufenden Besucherandrang sowie die Anforderungen mit geringeren Kosten und weniger Aufwand bestmöglich zu bewältigen. Dadurch lassen sich die Kosten deutlich auf 215.000 € reduzieren.

Darüber hinaus ist aufgrund des erforderlichen Personalbedarfs die Schaffung von Personalräumlichkeiten, die derzeit fehlen, unabdingbar. Sie sollen an die bereits vorhandene Toilettenanlage angebaut werden. Dies bietet den Vorteil, dass alle nötigen Versorgungsanschlüsse bereits vorhanden sind. In diesem Zusammenhang soll die vorhandene Toilettenanlage saniert bzw. aufgewertet werden. Da dieser Personalanbau sowie die Sanierung der Besucher-WC-Anlage ursprünglich nicht vorgesehenen waren, erhöhen sich die Kosten an dieser Stelle um rd. 75.000 €.

Die bisher von Werner Freund eingeführten Besuchervorträge und Schaufütterungen sollen auch weiterhin Bestandteil des Konzeptes bleiben und bieten künftig auch die Möglichkeit, ohne Eintrittserhebung in diesem Bereich Gelder zu erwirtschaften. Neben Bänken und Picknicktischen soll jetzt auch zusätzlich mindestens eine überdachte „Bühne“ aufgestellt werden (Standort: gegenüber Konrad-Lorenz-Hütte). Sie lädt zum Verweilen und Beobachten ein und dient gleichzeitig auch größeren Besuchergruppen, wie z.B. Schulklassen, als Versammlungspunkt für Vorträge und zur Beobachtung von Schaufütterungen. Die Bühne ist durch zwei Rampen auch für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich. An der Rückwand der Bühne sollen Informationstafeln angebracht werden, die über den Park und das Leben von Werner Freund informieren. Hier ist mit Kosten in Höhe von 10.000 € zu rechnen, die im ursprünglichen Konzept nicht veranschlagt waren.

Im Verlauf der Bauarbeiten zeichnete sich die Notwendigkeit eines Geräteunterstandes ab, in dem auch die Zaunelemente gelagert werden können, die zur sofortigen Reparatur bei Sturmschäden vorrätig sein müssen. Der Geräteunterstand verursacht Kosten in Höhe von rd. 20.000 €. Weitere 39.000 € sind zur Einrichtung einer Beschilderung sowie von Informationstafeln erforderlich.

Der Fachausschuss hat dem Vorschlag der Verwaltung zur Optimierung des Konzepts und Reduzierung der Kosten für den dritten Bauabschnitt im Wolfspark bereits zugestimmt. Der Merziger Stadtrat wird in seiner Sitzung am 25. September 2014 darüber beraten.

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